Gesellschaft

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INFORMATIONEN AUS DER GESELLSCHAFT
Ausgabe: 02/2026

Jürgen Bluhme-Rasmussen

„Den, der sår godhed, høster mindernes glæde.“ – Wer Gutes sät, erntet die Freude der Erinnerungen.

 

Dänisches Sprichwort

 

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Jürgen Bluhme-Rasmussen, der am 31. Dezember 2025 im Alter von 63 Jahren in Köln viel zu früh verstorben ist. Sein Tod hinterlässt eine Lücke – menschlich wie fachlich.

 

Geboren am 5. April 1962 in Köln, studierte Jürgen Bluhme-Rasmussen Pharmazie in Bonn und arbeitete über zehn Jahre als Apotheker in der Kölner Innenstadt. Seine Neugier und sein Interesse an wissenschaftlichen Zusammenhängen führten ihn im Jahr 2005 zum Deutschen Ärzteverlag. Dort entwickelte er sich vom Praktikanten zum Fachredakteur Medizin und später zum Leiter des Content Managements.

Seit Anfang 2021 betreute er die OUP und prägte ihre Entwicklung maßgeblich mit.

Als Halb-Däne fühlte sich Jürgen Bluhme-Rasmussen zeitlebens eng mit Dänemark verbunden. Vieles von dem, was man mit der dänischen Lebensart verbindet, spiegelte sich in seinem Wesen wider: Geradlinigkeit, Aufrichtigkeit, tiefes Vertrauen und eine wohltuende Gelassenheit. Er begegnete anderen mit Respekt und Offenheit und blieb dabei stets angenehm unaufgeregt. Gerne würdigte er Leistungen und stärkte andere, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Mit viel Taktgefühl ließ er Freiräume und ermutigte zu eigenständigen Entscheidungen – oft schloss er seine Nachrichten mit den schlichten Worten: „Entscheiden Sie.“ Darin lag nicht Distanz, sondern Vertrauen. Probleme betrachtete er nicht als Hindernis, sondern als gemeinsame Aufgabe. Ideen und Weiterentwicklungen nahm er dankbar auf und suchte mit Beharrlichkeit nach guten Lösungen. So schuf er eine Atmosphäre des Vertrauens, des Respekts sowie des Vorankommens, die die Zusammenarbeit in der OUP und im Deutschen Ärzteverlag nachhaltig geprägt hat.

Er war für uns ein kluger, verbindlicher und feinsinniger Wegbegleiter. Sein Wort hatte Gewicht, sein Urteil wurde geschätzt. Im täglichen Miteinander waren es oft die kleinen Dinge, die ihn besonders machten: seine ruhige Stimme, seine präzise und zugleich freundliche Sprache, sein feiner Humor im richtigen Moment. Mit einem Augenzwinkern oder einer lustigen Bemerkung konnte er Situationen entkrampfen und Problemen ihre Schwere nehmen.

Neben seinem beruflichen Engagement war Jürgen Bluhme-Rasmussen ein vielseitig interessierter Mensch. Er liebte die Literatur, die klassische Musik, die Oper, das Wandern und die Natur.

Mit Jürgen Bluhme-Rasmussen verlieren wir einen besonderen Menschen, Kollegen und Freund. Was bleibt, sind Dankbarkeit und wertvolle Erinnerungen.

 

 

Prof. Dr. med. Lars Victor von Engelhardt &

Dr. med. Bodo Kretschmann

für das Team der Schriftleiter,
das Verlagsteam und der VSOU

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Ausgabe: 04/2026

Prof. Dr. med. Wolfgang Fritz Beyer

18. Okt. 1955 – 31. März 2026

Mit tiefer Trauer nehmen wir Abschied von Prof. Dr. med. Wolfgang Fritz Beyer, der am 31. März 2026 verstorben ist. Mit ihm verliert die Deutsche Orthopädie und Unfallchirurgie einen ihrer prägendsten Vertreter der konservativen, ganzheitlich orientierten Orthopädie und Rehabilitation seiner Generation.

Wolfgang Beyer gehörte zu jenen Menschen, für die Medizin keine Karriere, sondern eine Berufung und Haltung war. „Saubere und ehrlich praktizierte Medizin“ – dieser Satz war für ihn keine Floskel, sondern ein Lebensbekenntnis. Er stand für ein Verständnis von Heilkunde, das den ganzen Menschen in den Blick nimmt. Außerdem sah er beim Schmerz vor allem denjenigen, der damit lebt.

Seine grundlegende Expertise in Anatomie, Pathologie und Pathomorphologie erwarb er sich am Pathologischen Institut des Stadtkrankenhauses Fürth. Er entwickelte ein großes Interesse an wissenschaftlicher Erkenntnis, das ihn als Franken an die Friedrich-Alexander-Universität in die Orthopädische Klinik Erlangen zu Prof. Dietrich Hohmann und Prof. Gerd Weseloh führte. Arthrose und die Knochenhistologie begeisterten ihn. In seiner Habilitationsschrift von 1991 stellte er das damals gängige Modell der subchondralen Sklerosierung als bloße Arthrosefolge grundlegend in Frage – mit dem Mut desjenigen, der nicht publiziert, was erwartet wird, sondern was er für wahr hält.

1992 übernahm er die Ärztliche Leitung einer Rheumaklinik in Bad Füssing, die damals noch im Bau war. Er nahm dieses Wagnis als Einladung: Was man von Grund auf mitkonzipiert, kann man von Grund auf gestalten. Über drei Jahrzehnte formte er das heutige Rehafachzentrum Bad Füssing–Passau zu einer bundesweit anerkannten Einrichtung für orthopädisch-rheumatologische Rehabilitation. Seine Kolleginnen und Kollegen nannten ihn nicht ohne Grund ihren „Gründervater“. Die Stiftungsprofessur für orthopädische und rheumatologische Rehabilitation an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die er 2001 erhielt, war Anerkennung und Auftrag zugleich. Wolfgang Beyer war nicht nur ein Arzt, der nie aufgehört hat, die Medizin zu hinterfragen und neu zu denken, er war auch ein begnadeter Lehrer universitär und im Rahmen zahlreicher Kursformate, vor allem in der Manuellen Medizin. Er lehrte Jahrzehnte am Ärzteseminar Hamm-Boppard der DGMM, die er auch als Vorstandsmitglied mitprägte.

Als einer der ersten deutschen Orthopäden absolvierte er 1992 eine Osteopathieausbildung. Die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten auf Augenhöhe im Team war ihm ein großes Anliegen. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit: Wenn etwas der Patientin bzw. dem Patienten hilft, gehört es zur Medizin. Als Präsident des Landesverbandes Bayern der Deutschen Rheuma-Liga setzte er sich weit über die Klinik hinaus für Patientinnen und Patienten ein – für Menschen, nicht für Statistiken.

Ein Höhepunkt war die Präsidentschaft für die Vereinigung Süddeutscher Orthopäden, für die er im Jahr 2007 in Baden-Baden einen sehr erfolgreichen Kongress verantwortete, der nachhaltig in Erinnerung blieb.

Der Freistaat Bayern ehrte ihn 2015 für sein Lebenswerk mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Wer Wolfgang Beyer kannte, erinnert sich an seinen außergewöhnlichen klinischen Blick, seine Begeisterungsfähigkeit, seinen Ideenreichtum – und an einen Menschen, der mit Herzlichkeit und Beharrlichkeit Spuren hinterlassen hat. Die Medizin, die er praktizierte und lehrte, lebt weiter in seinen Schülerinnen und Schülern, in den Strukturen, die er aufgebaut hat, und in den vielen Menschen, die durch seine Behandlung wieder Lebensqualität gewannen.

Ich persönlich verliere, wie viele andere auch, nicht nur einen ganz außergewöhnlichen Kollegen und viel geachteten Menschen, sondern auch einen hoch geschätzten Freund. Wir werden Dich sehr vermissen.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner geliebten Frau Jutta, seiner Tochter und seinem Sohn und allen Trauernden.

Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

 

In stiller Verbundenheit

Prof. Dr. med. Bernd Kladny, Erlangen

 

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Ausgabe: 01/2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir freuen uns außerordentlich, Sie zur 74. Jahrestagung der VSOU e.V. vom 16. bis 18. April 2026 nach Baden-Baden einladen zu dürfen.

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Ausgabe: 01/2026

  • 1. Begrüßung Dr. med. Bodo Kretschmann

  • 2. Anträge auf Erweiterung der Tagesordnung N.N.
    und Abstimmung über die Aufnahme unter
    Top 7 „Verschiedenes“

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Ausgabe: 02/2026

Im Januar 2026 fand meine VSOU-DACH-Hospitationsreise statt, die mir ermöglichte, mehrere renommierte Zentren der Orthopädie und Unfallchirurgie zu besuchen. Die Organisation der Hospitationsreise erfolgte eigenständig. Nach erfolgreicher Abstimmung konnte ich die Reise in die Schweiz antreten, wobei aufgrund einer kurzfristigen Planänderung noch eine Station in Frankreich hinzukam.

Universitätsklinik Balgrist,
Zürich

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Ausgabe: 03/2026

Die AFACOT (Verband der deutsch-französischen Orthopäden und Unfallchirurgen, Association Franco-Allemande de Chirurgie de l‘Orthopédie et Traumatologie) hat das Ziel, den wissenschaftlichen, kollegialen und kulturellen Austausch im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie zu fördern. So können wir voneinander lernen und ein gemeinsames „savoir vivre et savoir faire“ entwickeln.

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Ausgabe: 03/2026

Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der diesjährigen Jahrestagung wurde dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Ehrenvorsitzenden Dr. Thomas Möller eine besondere Ehre zuteil: die Verleihung der Goldenen VSOU-Ehrennadel.

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Ausgabe: 03/2026

Mit großer Dankbarkeit blickt die VSOU und ihr Vorstand auf eine außerordentlich erfolgreiche 74. Jahrestagung in Baden-Baden zurück. Unter dem Motto „Zeitenwende – Aufbruch in die Zukunft“ haben die Kongresspräsidentin Prof.in Dr. Catharina Chiari (Wien) und der Kongresspräsident Prof. Dr. Markus Arand (Ludwigsburg) einen Kongress gestaltet, der wissenschaftliche Exzellenz, gesundheitspolitische Aktualität und kollegialen Austausch auf beeindruckende Weise miteinander verbunden hat.

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Ausgabe: 03/2026

Rund 2000 Teilnehmende sowie Branchenvertreterinnen und -vertreter nutzten vom 16.–18. April 2026 in Baden-Baden die Gelegenheit zu fachlichem Austausch, Fortbildung und Netzwerkpflege. In bewegten Zeiten setzte die 74. Jahrestagung ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Weiterentwicklung und interprofessionellen Dialog.

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Ausgabe: 03/2026

Das USA-Reisestipendium der VSOU ist unumstritten eines der hochkarätigsten und schlichtweg versatilsten Programme seiner Art im deutschsprachigen Raum. Auch wir, die USA-Travel-Fellows 2026, Mario Pasurka und Erik Wegner, hatten daran keinen Zweifel. Mit den spannenden Reiseberichten der vorherigen Stipendiatinnen und Stipendiaten im Gepäck schauten wir voller Vorfreude auf einen zwar eng getakteten, aber abwechslungsreichen Reiseplan. Dieser sah auch dieses Jahr die Hospitation an zwei der renommiertesten US-amerikanischen Kliniken sowie den Besuch des weltweit größten O&U-Kongresses, dem „Annual Meeting der American Academy of Orthopaedic Surgeons” (AAOS), vor – diesmal in New Orleans.

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