Informationen aus der Gesellschaft - OUP 03/2026

74. Jahrestagung der VSOU e.V.
Zeitenwende – Aufbruch in die Zukunft

Rund 2000 Teilnehmende sowie Branchenvertreterinnen und -vertreter nutzten vom 16.–18. April 2026 in Baden-Baden die Gelegenheit zu fachlichem Austausch, Fortbildung und Netzwerkpflege. In bewegten Zeiten setzte die 74. Jahrestagung ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Weiterentwicklung und interprofessionellen Dialog.

Drei Tage mit über 90 zertifizierten Sitzungen im Tagungsprogramm, flankiert von Akademie-, Satelliten- und Rahmenveranstaltungen, rund 900 Beiträgen, knapp 1000 m² Ausstellungsfläche und unzähligen wertvollen Begegnungen – das war die Frühjahrstagung 2026.

Die inhaltlichen Schwerpunkte, festgelegt durch die Tagungsleitung Prim. ao. Univ.-Prof.in Dr.in Catharina Chiari, MSc (Wien) und Prof. Dr. med. Markus Arand (Ludwigsburg), standen unter dem Motto „Zeitenwende – Aufbruch in die Zukunft“. In einer gesundheitspolitisch bewegten Zeit griff der Kongress zentrale Fragen der Weiterentwicklung von Orthopädie und Unfallchirurgie auf – von Kontinuität und Anpassung etablierter Strukturen bis hin zum stärkeren Zusammenrücken der Gesundheitsberufe.

Besonders prägend war dabei die österreichisch-deutsche Koproduktion der Jahrestagung, die interessante Unterschiede in Gesundheitssystemen, therapeutischen Konzepten und Versorgungsrealitäten sichtbar machte und den Blick über nationale Grenzen hinweg schärfte.

Inhaltlich setzte die Tagung klare Akzente: Ein kinderorthopädischer/-traumatologischer Schwerpunkt war ebenso Teil des Programms wie Themen rund um die Fußchirurgie sowie die Wirbelsäule, die aus konservativer, operativer sowie manual- und physiotherapeutischer Perspektive beleuchtet wurde. Hinzu kamen zahlreiche weitere klinische, wissenschaftliche, versorgungsrelevante sowie berufspolitische Fragestellungen, die in Vorträgen, Diskussionsrunden und interaktiven Formaten aufgegriffen wurden.

Auch Nachwuchsförderung hatte ihren festen Platz: Der Tag der Studierenden bot mit Breakout-Sessions, Hands-on-Stationen und Feedback-Formaten praxisnahe Einblicke in die O&U – und ermöglichte einen offenen Dialog zwischen den Generationen. Mit dem traditionellen Tag der Technischen Orthopädie sowie Tag der Pflege rückten zwei weitere Zielgruppen stärker in den Fokus.

Die täglich vor und nach der Mittagspause stattfindenden Prime TimeSessions boten aktuelles Wissen auf den Punkt – kompakt, interaktiv und praxisnah.

Wer praktische Fertigkeiten vertiefen wollte, fand bei der Jahrestagung 2026 erneut ein breites Spektrum an zertifizierten Kursen und Seminaren. Besonders gefragt waren die etablierten Formate von AE, AO, DGUV, IGOST und MWE. Ergänzt wurde dieses Angebot durch Firmenworkshops in den Mittagspausen, die zusätzliche Einblicke in Innovationen, Produkte und praktische Techniken ermöglichten.

Eine passende Ergänzung war das „Brainfood“-Angebot mit gesunden Pausensnacks für alle Teilnehmenden. Wer zwischendurch arbeiten wollte, fand im eingerichteten „Workspace“ Ruhe und WLAN. Für Familien stand erneut eine tägliche Kinderbetreuung bereit.

In der begleitenden Fachausstellung auf vier Ebenen präsentierten sich 88 Unternehmen und Start-Ups aus Medizintechnik und Pharmazie, Anbieter medizinischer Hilfsmittel, Softwarelösungen und weitere Dienstleister – mit viel Raum zum Ausprobieren und Austauschen.

Höhepunkt des ersten Tages war die Eröffnung mit dem Big-Wave-Surfer Freddy Olander, der Einblicke in den Umgang mit Risiken, Motivation und persönlichem Wachstum gab.

Für kollegiale Gespräche sorgten neben dem beliebten Get Together „Grill & Chill“ und der Kongressparty „Dine & Disco“ erneut die Bar Night „Drink & Dance“ – ein abendliches Networking in der historischen Trinkhalle, das durch seine besondere Atmosphäre überzeugte.

Am letzten Kongresstag hieß es schließlich Abschied nehmen – mit vielen neuen Impulsen, intensiven Diskussionen und dem Gefühl, dass die VSOU-Tagung gerade in Zeiten des Wandels eine wichtige Plattform für Orientierung, Austausch und gemeinsames Weiterdenken bleibt. Zuvor jedoch wurden in die Abstract-Preise verliehen – ein herzlicher Glückwunsch geht an die Prämierten:

Katharina Oßwald (Ulm) und Forschungsgruppe für die Arbeit „Trauma-bedingtes akutes Nierenversagen (TRAKI) nach Femurfraktur und der Einfluss sympathischer Aktivierung“

Dr. Martin Naisan (Wiesbaden) und Forschungsgruppe für die Arbeit „Pelvic incidence as a predictor of fracture severity in sacral fragility fractures“

Denise Schulz (Düsseldorf) und Forschungsgruppe für die Arbeit „Die Entwicklung eines Core Outcome Sets für Acetabulumfrakturen: eine Delphi-Studie”

Luca Santus (Maastricht) und Forschungsgruppe für die Arbeit „Die Rolle der osteoporotischen Immunzellinfiltration im Vergleich zu nicht-osteoporotischen Fällen: ein Systematic Review“

Dr. Yazan Noufal (Wiesbaden) und Forschungsgruppe für die Arbeit „Versagen der alleinigen ventralen Dekompression bei konzentrischer Spinalkanalstenose in der degenerativen zervikalen Myelopathie“

Auch für die Jahrestagung 2027 werden wieder Abstract-Preise ausgeschrieben. Die Einreichung wird von August bis November 2026 möglich sein. Weitere Informationen gibt es in Kürze auf

www.2027.vsou-kongress.de.

Bildergalerie zum
Schwelgen

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75. VSOU-Jahrestagung

22.–24. April 2027 in Baden-Baden

Wissenschaftliche Leitung:

Univ.-Prof. Dr. med. Wolfgang Böcker (München) & Prof. Dr. med. Boris Holzapfel (München)

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