Gesellschaft

Hier können Sie auf alle Gesellschaftsmitteilungen zugreifen.

JAHRGANG: 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 |
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

EDITORIAL
Ausgabe: 05/2021
Editorial

Die lumbale Spinalkanalstenose

Ein interdisziplinärer Blick

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in unserem Sonderheft zur Wirbelsäule vertiefen wir diesmal das Thema der lumbalen Spinalkanalstenose. Diese stellt das häufigste Krankheitsbild der Wirbelsäule im Alter dar und wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur einerseits und des zunehmenden Anspruchs der Patienten an die Mobilität, andererseits an Bedeutung zunehmen.

Kollege Völlner stellt in seinem Übersichtsartikel die Klinik, Diagnostik und mögliche Therapieoptionen dar. Das typische Leitsymptom der Spinalkanalste-nose ist die Verkürzung der Gehstrecke. Doch nicht immer ist die Claudicatio spinalis der Grund dafür und nicht immer passen Bildgebung und Befunde wirklich zusammen. Daher wagen wir in unserem Sonderheft einen Blick über den Tellerrand unseres Fachgebietes hinaus und behandeln mögliche Differentialdiagnosen aus den angrenzenden Fachgebieten.

Die Kolleginnen König, Vanda Forras und Seybold beschreiben wunderbar das lumbale Wurzelreizsyndrom aus neurologischer Sicht. Wenn wir bei unklaren Beschwerden um eine Mitbeurteilung aus der Neurologie bitten, gilt es vor allem zu differenzieren, inwieweit ein Zusammenhang zwischen neurologischen Ausfällen und Pathologien der Lendenwirbelsäule besteht. Darüber hinaus stellt sich dann die Frage, in welcher Konstellation ein Handlungsbedarf besteht und wie dessen Dringlichkeit einzuschätzen ist.

Neben der Claudicatio spinalis, ist die gefäßbedingte Claudicatio eine unterschätzte Manifestation der peripher arteriellen Verschlusskrankheit und Ausdruck einer generalisierten Atherosklerose. Die Kolleginnen Pfister, Linnemann, Schierling und Kollegen Oikonomou und Heiß aus der Gefäßchirurgie stellen in ihrem hervorragendem Übersichtsartikel mögliche Differenzialdiagnosen wie Kompressionssyndrome, Aneurysmen, Adventitiadegeneration oder eine Vaskulitis als Ursache der Beschwerden dar.

Zurück im orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgebiet fasst Kollege Schöller die operative Therapie der lumbalen Spinalkanalstenose zusammen. Eine Operationsindikation besteht bei therapieresistenter Claudicatio spinalis-Symptomatik oder therapiesresistenten radikulären Schmerzen nach konservativem Vorgehen. Dabei beschreibt er den Unterschied der Indikation zur reinen Dekompression oder zur Spondylodese und geht kurz auf die Ergebnisse, Komplikationen und prognostische Faktoren der unterschiedlichen Verfahren ein.

Im Laufe der Jahre wurden die operativen Verfahren immer minimalinvasiver, doch auch im Fortschritt gibt es Grenzen und Einschränkungen. Daher berichtet Kollege Siepe abschließend über die Möglichkeiten der Endoskopie bei der lumbalen Spinalkanalstenose. Er zeigt dabei, dass sämtliche Nervenwurzelkompressionssyndrome endoskopisch adressierbar sind, wobei die individuelle Erfahrung des Operateurs sowie technische Details die Wahl des adäquaten Verfahrens bestimmen und individuell auf den Patienten und die zugrunde liegende Pathologie abgestimmt sein sollten.

Dieses Sonderheft zeigt einmal mehr, wie wichtig doch die interdisziplinäre Zusammenarbeit und der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ist. Wir hoffen, dass für jeden Leser etwas Interessantes dabei ist und bedanken uns herzlich bei allen Autoren für die großartigen Beiträge.

 

Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Ihr

Prof. Dr. med. Achim Benditz

Prof. Dr. med. Achim Benditz, MHBA

Orthopädische Klinik für die
Universität Regensburg

im Asklepios-Klinikum Bad Abbach

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Jerosch

Hauptschriftleiter OUP

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2021
Editorial

Arthrosemanagement

 

Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

 

die Arthrose ist eine multifaktoriell bedingte, degenerative Erkrankung von Gelenken, die zu schmerzhaften Funktionseinschränkungen bis hin zum weitgehenden Funktionsverlust führt. In Deutschland leiden etwa 5 Millionen Menschen an einer Arthrose; etwa 2 Millionen haben täglich Schmerzen an den Gelenken. Ab dem 60. Lebensjahr sind etwa die Hälfte der Frauen und ein Drittel der Männer betroffen. Vor dem 30. Lebenjahr sind es unter 2 %. Am häufigsten betroffen sind Hände, Knie und Hüfte. Bei den Hüftgelenken sind beide Geschlechter etwa gleich betroffen; bei Hand- und Kniearthrosen sind Frauen im Alter jedoch doppelt so häufig betroffen wie Männer.

Während vor 30 Jahren die Hauptindikation zur Arthrose-Therapie und Endoprothesen-Implantation die Schmerzen und Behinderung waren (disability), so hat sich dieses deutlich verändert. Heute stellt die Einschränkung der Lebensqualität die primäre Indikation dafür dar, dass Patienten nach einer entsprechenden Arthrose-Therapie suchen. Es hat sich somit eine gewisse Metamorphose der Arthrose-Therapie von der Greisen-Therapie zur Lifestyle-Therapie entwickelt. Dementsprechend hat sich hier auch die Anzahl der Publikationen zur Arthrosetherapie in den letzten 15 Jahren dramatisch erhöht.

Leider wird in vielen Publikationen zur Arthrosetherapie zur sehr auf eindimensionale Therapieansätze abgehoben. Seit Januar 2018 liegt eine AWMF Leitlinie (Registernummer: 033-004) für die Behandlung der Gonarthrose vor, welche den aktuellen Wissenstand in der Behandlung der Arthrose gut wiederspiegelt (www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/033-004.html). Diese AWMF Leitlinie unterstreicht durchaus die Notwendigkeit zu einem multimodalen und interdisziplinären Therapieansatz; dieses wird im klinischen Alltag jedoch oftmals nicht ausreichend realisiert.

Momentan befinden wir uns beim Arthrosemanagement dort, wo wir beim Diabetes mellitus vor 20 oder mehr Jahren waren. Bei der Arthrose werden mehrheitlich nur die Arthrose-Folgen durch knorpelchirurgische Maßnahmen oder Gelenkersatzoperationen behandelt. Beim Diabetes mellitus haben wir gelernt, dass eine frühzeitige Diagnostik und entsprechende Therapie, Folgeschäden weitgehend vermeiden kann. Eine derartige Einstellung wäre beim Arthrose-Management ebenso sinnvoll.

 

Die vorliegende Ausgabe der OUP bespricht die folgenden Aspekte:

Medikamentöse Therapie

Die Rolle von Kortison und Hyaluronsäure

Die Rolle von PRP

Möglichkeiten Antikörpertherapie

Therapiemöglichkeiten durch die Embolisation

 

Darüberhinaus finden Sie noch einen sehr schönen Übersichtsartikel zur axialen Spondyloarthritis.

 

Wir wünschen Ihnen viel Freunde bei Lektüre der Artikel mit dem einen oder anderen neuen Hinweis für die Betreuung Ihrer Patienten.

 

Ihr

Jörg Jerosch

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Jerosch

Hauptschriftleiter OUP

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 02/2021
/article/n-a/editorial/y/m/1760

Hüfte

Chronische Hüftschmerzen, ohne aber auch mit einer Endoprothese, sind für uns alle ein Alltagsthema. Bei einer einliegenden Prothese weisen Schmerzen gar nicht so selten auf Schaftprobleme, eine Pfannenlockerung und andere Probleme rund um die Versorgung hin.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2021
/article/n-a/editorial/y/m/1778

Schmerz – konservative und physikalische Therapie

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die konservative Therapie stellt nach wie vor die Basis im Behandlungsregime der meisten orthopädischen und rheumatologischen Erkrankungen dar.
Neben der medikamentösen Therapie stehen hier vor allem die nicht pharmakologischen, physikalischen und bei chronischen Erkrankungen insbesondere multimodalen Behandlungsoptionen im Vordergrund, die in der vorliegenden Auflage exemplarisch dargestellt werden sollen.

» kompletten Artikel lesen

INFORMATIONEN AUS DER GESELLSCHAFT
Ausgabe: 03/2021
/article/n-a/informationen-aus-der-gesellschaft/y/m/1781

Die Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. schreibt hiermit ein USA-Reisestipendium aus.

Wir bieten einen 4-wöchigen Aufenthalt in den USA mit Hospitation in der MAYO-Klinik Rochester und im Hospital for Special Surgery New York für zwei Kolleginnen/Kollegen. Die Hospitation endet mit der Teilnahme am AAOS-Kongress vom 07.–11. März 2023 in Las Vegas.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2021
AUSSCHREIBUNG

Die Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V. schreibt hiermit ein Stipendium für die Teilnahme am VSOU-Kongress 2022 aus. Mit dem Stipendium sollen insbesondere junge Kolleginnen und Kollegen in der Facharztausbildung gefördert werden.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 02/2021
Einladung zur digitalen Mitgliederversammlung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V.

  • 1. Begrüßung Dr. med. Bodo Kretschmann

  • 2. Anträge auf Erweiterung der Tagesordnung N.N.
    und Abstimmung über die Aufnahme unter
    Top 9 „Verschiedenes“

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2021
Einladung zur Mitgliederversammlung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e.V.

  • 1. Begrüßung Dr. med. Bodo Kretschmann

  • 2. Anträge auf Erweiterung der Tagesordnung N.N.
    und Abstimmung über die Aufnahme unter
    Top 8 „Verschiedenes“

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 01/2021
Ergebnisse der Leserbefragung der OUP

Die OUP ist in Form der Orthopädischen Praxis erstmals 1965 erschienen. Viele von uns hat die Zeitschrift seit der Weiterbildung begleitet. Mit dem Deutschen Ärzteverlag steht ein Partner an der Seite der VSOU, welcher ständig an einer Verbesserung der Zeitschrift interessiert ist. Im Rahmen dieses Prozesses erfolgte eine Leserbefragung. Es wurden 1380 Mitglieder zur Leserbefragung eingeladen (über Printanzeige, Mailing, Editorial). Der Rücklauf betrug nahezu 30 %. Davon antworteten 96 % der Teilnehmer aufgrund des Einladungslinks (Mailing).

  • 85 % der Teilnehmer war männlich und der Großteil (38 %) über 60 Jahre alt, damit ist der Anteil älterer Befragungsteilnehmer überproportional hoch. Die meisten der Befragten arbeiten in einer Klinik (44 %), 36 % in einer Einzel- oder Gemeinschaftspraxis.
  • Die überwiegende Mehrheit der Befragten (98 %) kennen die OUP gut und haben die OUP schon einmal in der Hand gehabt.
  • Fast zwei Drittel der Befragten haben alle die letzten 6 Ausgaben gelesen. Für 87 % ist die 6-jährliche Erscheinungsweise genau richtig.
  • Die wissenschaftlichen und aktuellen Themen werden von mehr als 95 % als interessant oder sehr interessant eingestuft.
  • Annähernd die Hälfe der
    Befragten möchte mehr über „Sportorthopädie“ und „Knie/Gonarthrose“ lesen.
  • Im Originaltext soll an dieser Stelle die Tabelle eingefügt werden. Das Angebot von CME-Fortbildungs artikeln in der OUP wäre für 65 % der Befragten grundsätzlich interessant, für 26 % davon sogar ganz besonders interessant. Momentan wäre das Interesse auch deshalb recht groß, da Präsenzveranstaltungen bedingt durch die Corona-Schutzmaßnahmen ausfallen. Außerdem wird als Vorteil der geringere Zeitfaktor genannt, ebenso wie die dadurch eingesparten Reisekosten.
  • Für 94 % ist die Aufmachung der OUP aktuell. Für 98 % der Befragten informativ und für 84 % praxisorientiert.
  • Die Lesbarkeit erhält die Durchschnittsnote 1,7, die Titelseite erhält die Note 1,9 und das Layout ebenfalls 1,9.
  • 77 % kennen die Online-Ausgabe nicht. Von den Personen, die die Online-Ausgabe kennen, nutzen die meisten Befragten (47 %) diese Ausgabe nur gelegentlich.
  • Das PDF-Angebot wird wenig genutzt: 12 % gelegentlich, 14 % selten und 68 % nutzen dieses Angebot nie.
  • Für den Erhalt eines e-Newsletters würden sich 52 % interessieren.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2021
OUP-Jahresbestpreis 2020/Preise 2021

Den OUP-Bestpreis für das Jahr 2020 erhielt PD Dr. Michael Ruf für seine Arbeit „Skoliose im Kindesalter“, erschienen in der Ausgabe 4. Der Preis wurde übergeben vom Hauptschriftleiter Prof. Dr. Jörg Jerosch. Für die besten Kurzvorträge wurden Annet Wijnen (Titel: „Effektivität der medizinischen Rehabilitation nach Primär-implantation einer Totalen Hüftendoprothese bei Patienten im erwerbsfähigen Alter: Ein Vergleich der gängigen Versorgung in den Niederlanden versus in Deutschland“) und Dr. Tomas da Silva (Titel: „Vergleich von Outcome und Komplikationen gebogener vs. gerader langer PHILOS-Platten nach Versorgung proximaler Humerusschaftfrakturen“) prämiert. Die Auszeichnung „Bestes ePoster“ ging an Prof. Dr. Wolfgang Bauermeister für seine Einreichung zum Thema „Ultraschall-Elastografie basierte Behandlung des Chronic Widespread Pain – Fibromyalgie mit Repetitiver Peripherer Magnetstimulation“.

» kompletten Artikel lesen