Gesellschaft

Hier können Sie auf alle Gesellschaftsmitteilungen zugreifen.

JAHRGANG: 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 |
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

EDITORIAL
Ausgabe: 01/2022
Editorial

Fuß und Sprunggelenk

 

Patienten mit Fußerkrankungen stellen in der Orthopädischen Praxis einen Großteil des Patientenkollektivs. Dieses Heft widmet sich unterschiedlichen orthopädischen Fußerkrankungen.

Es beginnt mit einem schönen Überblick über die Diagnostik und einen Therapiealgorithmus bei einem Pes planovalgus, einer der häufigsten Erkrankungen im orthopädischen Alltag.

Auch Patienten mit rheumatischen Fußbeschwerden sind häufig, wobei deren Therapie anderen Gesetzmäßigkeiten folgt als die Therapie degenerativ bedingter Fußbeschwerden. Umso wichtiger ist hierbei die Kenntnis der Behandlungsprinzipien bei dieser Erkrankungsform.

Die Arthrodese des OSG ist bislang bei fortgeschrittener Destruktion des Gelenks eine bewährte Therapieoption mit allerdings erheblichen Nachteilen für das Gangbild. OSG-Prothesen sind schon lange auf dem Markt, haben sich aber bislang noch nicht in allen Kliniken als Standard etablieren können, obwohl sie ja von Patienten immer wieder angefragt werden. Daher haben wir diesem Thema ein eigenes Kapitel gewidmet.

Deutlich seltener sind Patienten mit Charcot-Füßen. Bei diesem Krankheitsbild bestehen immer noch viele Unklarheiten, insbesondere was die Therapie angeht, so dass sich ein Kapitel mit diesem Problem auseinandersetzt mit klaren Hinweisen auf Diagnostik und Therapie.

Der letzte Beitrag beschäftigt sich mit einem neuen Implantat, einem Polylaktitspacer, der möglicherweise zukünftig in der Fußchirurgie eine Rolle spielen könnte.

 

Beste Grüße

Ihr

Prof. Dr. med. Guido Heers

Prof. Dr. med. Guido Heers

Vitos Orthopädische Klinik Kassel

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Jerosch

Hauptschriftleiter OUP

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 02/2022
Editorial

Schulter

 

Liebe Kollegin, lieber Kollege,

 

das Verständnis zur Pathogenese von Schulterbeschwerden, v.a. aber zu den operativen Versorgungsmöglichkeiten, zeigt die letzten Jahre eine intensive und wissenschaftlich fundierte Entwicklung. Die Verfahren sind nicht nur schonender, sondern hinsichtlich guter Therapieergebnisse deutlich sicherer und nachhaltiger geworden. Diese Entwicklungen kommen 1:1 bei unseren Patienten an. Gerade vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass wir für dieses Themenheft international führende Kollegen gewinnen konnten.

Zuerst danke ich Prof. Schnetzke und Prof. Loew für ihren Beitrag zur primären und sekundären Schultersteife. Nach Trauma oder auch postoperativ sind dies häufige, aber auch ebenso erfolgreich therapierbare Pathologien. Neue Erkenntnisse, inwiefern ein konsequentes Vorgehen nachhaltige Ergebnisse sichert, sind für uns und v.a. für den Patienten von besonderer Bedeutung.

Prof. Steinbeck, Dr. Witt und Dr. Holschen danke ich für ihren wertvollen Artikel zu den arthroskopischen Therapiemöglichkeiten akuter und chronischer Verletzungen des Schultereckgelenkes. Aktuelle Buttonsysteme, der Nutzen von Augmentaten und die Möglichkeiten, diese sinnvoll einzusetzen wird anhand der aktuellen Literatur erörtert.

Rotatorenmanschettenrisse und Partialrupturen der Sehnen sind die häufigste Ursache für Schulterschmerzen. Unser Patientenspektrum reicht hier vom jungen Hochleistungssportler bis zum älteren Patienten. In unseren Händen haben sich die arthroskopischen OP-Techniken und auch die Indikationen in den letzten 10 Jahren deutlich weiterentwickelt. Ziel des Artikels von Prof. Jerosch und mir ist es, dies anhand der Literatur zu beschreiben.

Prof. Kasten, PD Nowotny und Dr. Tille verdanke ich einen exzellenten Artikel zu den vielfältigen Konzepten zum Gelenkerhalt bei Massenrupturen der Rotatorenmanschette. Auch hier hat sich bei den operativen Möglichkeiten und Indikationen viel getan. Die Autoren zeigen deutlich, inwiefern ein differenziertes Vorgehen für gute Ergebnisse wesentlich ist.

In unseren OP-Kursen erleben wir ein intensives Interesse an den mittlerweile äußerst unterschiedlichen, inversen Versorgungsmöglichkeiten. Prof. Jerosch, Dr. Nathan, Dr. Breil und mir ist es gelungen, unsere ersten Ergebnisse zu einer schaftfreien inversen Onlay-Schulterendoprothese bereits in dieser Ausgabe vorzustellen. Neben der Vorstellung der Ergebnisse hatten wir das Ziel, die klinische Bedeutung unterschiedlicher Gelenkgeometrien nach der inversen Implantation zu beschreiben.

Wir wünschen Ihnen viel Freunde beim Lesen und evtl. hier und da einen interessanten Aspekt für die Versorgung Ihrer Patienten.

 

Ihr Lars Engelhardt

 

Nach mehr als 10-jähriger Tätigkeit legt Prof. Dr. h.c. mult. Jürgen Heisel auf eigenen Wunsch sein Amt als Schriftleiter der OUP nieder. Vonseiten der Schriftleitung und des Verlages danken wir ihm für seine immer konstruktive und zuverlässige Mitarbeit. Er war stets ein aktiver Posten in den Schriftleitersitzungen und er hat es verstanden, für seine Themenhefte die jeweiligen Autoren zusammenzustellen und zu motivieren, ihre jeweiligen Beiträge zeitgerecht zur Verfügung zu stellen. Vielen aus den Reihen der Schriftleiter bleibt er weiterhin freundschaftlich verbunden.

Seine Stelle übernimmt Prof. Achim Benditz aus der Orthopädischen Klinik für die Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abach. Hier ist er Sektionsleiter für den Bereich Wirbelsäule, wobei er sowohl die konservative als auch die operative Therapie abdeckt. Wir freuen uns darauf, ihn in unser Team zu integrieren.

 

Ihr Jörg Jerosch

Prof. Dr. med. habil. Lars Victor
Baron von Engelhardt

Fakultät für Gesundheit der Universität

Witten/Herdecke, Witten

Landesklinikum Horn, Österreich

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Jerosch

Hauptschriftleiter OUP

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 03/2022
Editorial

Osteoporose

 

Die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Osteoporose ist alltägliche Herausforderungen in orthopädisch-unfallchirurgischen Praxen und Kliniken. Gerade im klinischen Bereich ist aufgrund der osteoporotischen Frakturen eine möglichst schnelle und effiziente Diagnosestellung oder mindestens die Feststellung der Notwendigkeit der weiteren Abklärung notwendig. In dem Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Ökonomie, klinischem Alltag und Routine ist es besonders wichtig, auf das Risiko von weiteren osteoporotischen Frakturen sinnvoll zu reagieren. Der Schwerpunkt dieses Heftes ist daher die Diagnostik und Therapie aus verschiedenen Blickwinkeln.

Die Insuffizienzfraktur des Beckens nimmt in den letzten Jahren zu, bzw. die Anzahl der diagnostizierten Frakturen nimmt zu. In ihrem Beitrag zu diesen Frakturen befassen sich Katharina Schultz und Co-Autoren mit dieser Frakturentität und stellen sich der Frage, ob es sich bei der Beckeninsuffizienzfraktur um eine unterschätzte Fraktur im Sinne eines Risikofaktors für weitere osteoporotische Frakturen handelt.

Friederike Thomasius setzt an dieser Stelle an und befasst sich mit dem drohenden und unmittelbaren Frakturrisiko nach einer Vorfraktur. Unter dem Titel „Imminentes Frakturrisiko“ geht Sie der Frage nach, wie hoch das Risiko einer Folgefraktur nach eine osteoporotischen Fraktur eingeschätzt werden muss. Und letztlich auch, dass daraus die Konsequenz einer möglichst schnellen und suffizienten Therapieeinleitung gezogen werden muss.

Die chirurgische Therapie von osteoporotischen Frakturen ist das Thema von der Autorengruppe um Carl Neuerburg. Welche Herausforderung stellen sich bei dieser vulnerablen Patientengruppe an den Operateur? Was ist bei der Versorgung dieser Patientinnen und Patienten zu beachten? Welche sind die Fallstricke und Tricks bei der Versorgung? Genau diesen Fragen werden uns in diesem Beitrag erläutert.

Nach dem stationären Aufenthalt sind verschiedenste Dinge zu organisieren. Die häusliche Versorgung, die medizinische Weiterbetreuung und vor allem die Abklärung der Osteoporose sind die wesentlichen Bestandteile dieses Abschnittes der Behandlung. Hartmut Bork gewährt uns einen Einblick in die Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit Osteoporose. Neben der spezifischen medikamentösen Therapie zur Vermeidung von neuen Frakturen ist insbesondere die Mobilisation der Patientinnen und Patienten und in der Folge auch das körperliche Training, sofern möglich, ein wesentlicher Bestandteil der Therapie und vor allem auch ein Weg zurück zu einem selbstbestimmten Leben und einer möglichst hohen Lebensqualität.

In dem CME-Beitrag zum Abschluss des Heftes wird die Diagnostik und Therapie der manifesten Osteoporose nochmals zusammengestellt und mit den aktuellen wissenschaftlichen Themen diskutiert. „Imminent fracture risk“ und „osteoanabole Therapie first“ sind in diesem Zusammenhang die wesentlichen Schlagworte.

Mein Dank gilt allen Autorinnen und Autoren und ich freue mich sehr über dieses gelungene Themenheft zu dem wichtigen Thema „Osteoporose“.

Ich wünsche Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, viel Freude und neue Erkenntnisse beim Lesen.

 

Herzliche Grüße

Uwe Maus

Prof. Dr. med. Uwe Maus

Universitätsklinikum Düsseldorf

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jörg Jerosch

Hauptschriftleiter OUP

» kompletten Artikel lesen