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ORIGINALARBEITEN
Ausgabe: 02/2022 - Jörg Jerosch - Uzichi Gospel Nathan
Kurzfristige Ergebnisse mit einer schaftfreien inversen Onlay Schulterendoprothese (Easytech, FX Solutions)

Zusammenfassung: In der vorliegenden Arbeit werden die kurzfristigen Ergebnisse mit der schaftfreien inversen Onlay Schulterendoprothese Easytech (FX Solution) vorgestellt. Bei 55 Patienten mit einer Defektarthropathie erfolgte die schaftfreie Implantation. Zuvor und mindestens 6 Monate postoperativ wurde das klinische und radiologische Outcome dokumentiert. Im Rahmen der klinischen Untersuchungen wurden prä- und postoperativ der DASH-, ASES- sowie der nichtaltersadaptierte Constant-Score erhoben. Auf den anteroposterioren Röntgen-Aufnahmen wurden die akromiohumerale Distanz (AHD), das humerale Offset (HO), das laterale glenohumerale Offset (LGHO) und die Höhe des Rotationszentrums gemessen, um relevante Parameter der präoperativen sowie inversen Gelenkgeometrie zu erheben. Der Constant-Score zeigte einen Anstieg von 11,8 auf 59,3 Punkte. Der DASH-Score verbesserte sich von 73,3 auf 22,2, der ASES-Score von 48,5 auf 74,9 Punkte. Die mittlere AHD vergrößerte sich von einem Mittelwert von 5,7mm auf 35,1mm. Das humerale Offset veränderte sich von 25,6mm auf 52,5mm. Das laterale glenohumerale Offset änderte sich geringfügig von 63,9mm auf 67,7mm. Das Rotationszentrum wurde im Mittel um 25,7mm medialisiert und um 6,5mm distalisiert. Ein inferiores Notching wurde nicht festgestellt. Die schaftfreie inverse Schulterendoprothetik mit dem Easytech-System erlaubt eine adäquate Medialisierung und Distalisierung des Rotationszentrums. Das glenohumerale Offset ist im Wesentlichen erhalten. Hierdurch sehen wir, korrespondierend zum guten klinischen Outcome, funktionelle Vorteile. Die ausbleibende Detektion eines skapulären Notching lässt sich am ehesten mit dem vglw. niedrigen Schaft-Hals-Winkel von 145° sowie mit dem Offset der Glenosphäre erklären. Letztlich zeigt diese Arbeit, dass unterschiedliche gelenkgeometrische Eigenschaften der inversen Endoprothesen, sowohl bezüglich des funktionellen Outcomes als auch hinsichtlich kurz- und langfristiger Komplikationen relevant sind. Evtl. ist es für den verantwortlichen Arzt interessant, dies bei der Implantatauswahl zu berücksichtigen.

Summary: This report represents the short-term results with the stemless reverse onlay shoulder replacement Easytech (FX Solution). In 55 patients a stemless implantation was performed. The clinical and radiological outcome was documented preoperatively and after a minimum of 6 months. The clinical outcome was assessed using the DASH-, ASES-and Constant-Scores without age-adjustment. On anterioposterior x-rays, the acromiohumeral distance (AHD), the humeral offset (HO), the lateral glenohumeral offset (LGHO) and the height of the center of rotation were measured to assess relevant parameters of the pre- and postoperative, reversed joint geometry. The Constant-Score increased from 11.8 to 59.3 points. The DASH-Score improved from 73.3 to 22.2, the ASES-Score from 48.5 to 74.9 points. The mean AHD increased from 5.7mm to 35.1mm. The humeral offset changed from 25.6mm to 52.5mm. The lateral glenohumeral offset changed from 63.9mm to 67.7mm. The mean total medialization of the center of rotation was 25.7mm and its mean distalization measured 6.5mm. An inferior notching was not detected in our series. Stemless reversed onlay shoulder replacement using the Easytech system provides an adequate distalization and medialization of the center of rotation. The glenohumeral offset is mainly preserved. By this, we see functional advantages corresponding to a good clinical outcome. The relatively low neck-shaft angle of 145° and the offset of the glenosphere might explain why a scapular notching was not noticed in our series. Finally, this article shows that different joint geometry properties of reversed endoprostheses are relevant for the functional outcome and for short- and long-term complications. Therefore, the responsible surgeon might consider these characteristics when choosing an implant.

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Ausgabe: 01/2016 - Jörg Jerosch - Lars V. von Engelhardt - Michael Manzke - Timm J. Filler
Modulare, schaftfreie, metaphysär press-fit verankerte anatomische und inverse Schulterendoprothetik mittels TESS-System: Ein sinnvolles Konzept?

Zusammenfassung: Die Schulterendoprothetik kann mittlerweile auf mehrere Generationen verschiedener Designs zurückblicken. Neuere Designs wie das TESS Schultersystem bedienen sich einer peripher metaphysären, also kortikalisnahen Verankerung im proximalen Humerus. Hiermit wird Knochensubstanz für weitere Eingriffe geschont. Zudem sollen typische Probleme der Schaftprothesen vermieden werden. Auch soll das TESS-System eine gute Revisionsfähigkeit und eine hohe Modularität zur schonenden Konvertierung von einer anatomischen in eine inverse Variante ermöglichen. Aufgrund der intraoperativen Orientierung am anatomischen Hals erhofft man sich bei der anatomischen TESS eine zuverlässige Wiederherstellung der individuellen Gelenkgeometrie. Hingegen sollte die inverse Versorgung eine adäquate Distalisierung und Medialisierung von Humerus und Rotationszentrum ermöglichen. Dies soll die für die inverse Prothetik typischen und funktionell günstigen Änderungen von Hebelarm und Vorspannung des Deltamuskels ermöglichen.

In diesem Artikel sollen anhand eigener Untersuchungen und der aktuellen Studienlage die Veränderungen der Gelenkgeometrie, das klinisches Outcome und die Sicherheit der humeralen Fixierung der TESS-Prothese beschrieben werden.

Summary: The design of humeral implants for shoulder arthroplasty has evolved over several generations. Modern designs, such as the TESS shoulder system, use a peripheral metaphyseal anchoring close to the cortical bone of the proximal humerus. This design preserves bone stock for future prosthetic intervention. Additionally, typical problems of stemmed implants may be avoided. The TESS system also provides a high modularity with improved capabilities in salvaging failed arthroplasties. This allows a preserving conversion from an anatomical to an inversed implant. As the implantation of the anatomical TESS is oriented on the anatomical neck, a reliable reconstruction of the individual joint geometry might be easily achievable. In contrast, reversed arthroplasty is characterized by an adequate distalization and medialization of the humerus and the center of rotation. This should provide the typical and desired functional changes with an elevated lever arm and tension of the deltoid muscle.

On the basis of own observations and current study data, changes of the joint geometry, the clinical outcome, and the reliability of the humeral fixation of the TESS implant system are described in this article.

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WISSENSCHAFT
Ausgabe: 02/2019 - Jörg Jerosch - Mathias Herwig
Das Tarsaltunnelsyndrom

Zusammenfassung:

Die Diagnose eines Tarsaltunnelsyndroms ist weiterhin schwierig. Sie bedarf einer genauen klinischen Untersuchung und kann durch elektrophysiologische und radiologische Untersuchungen unterstützt werden. Die Klinik ist allerdings maßgebend.

Patienten mit einer Raumforderung oder deutlichen anatomischen Veränderungen können von einer frühzeitigen OP profitieren. In unklaren Fällen sollte die konservative Therapie im Vordergrund stehen. Bei Therapieresistenz kann eine OP in Erwägung gezogen werden.

OP-Ergebnisse sind z.T. unbefriedigend und müssen im Aufklärungsgespräch mit dem Patienten zur OP kritisch besprochen werden.

Summary: The diagnosis of a tarsal tunnel syndrome is still difficult. It requires a detailed clinical examination and can be supported by electrophysiological and radiological examinations. The clinic is however authoritative. Patients with a mass or significant anatomical changes may benefit from early surgery. In unclear cases, the conservative therapy should be in the foreground. For resistance to therapy, surgery may be considered. Operation results are sometimes unsatisfactory and must be discussed critically during the pre-operation discussion with the patient.

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ÜBERSICHTSARBEITEN
Ausgabe: 01/2022 - Jörg Jerosch - Lars Victor von Engelhardt
Schulterarthrose

Zusammenfassung: Die Omarthrose zeigt ein vielschichtiges klinisches Bild. Die Therapiemöglichkeiten sind nicht minder vielfältig. Je nach den erhobenen Befunden zeigen rein konservative u./o. arthroskopische gelenkerhaltende Therapieoptionen sehr gute Ergebnisse. Auch die endoprothetische Versorgung bedarf, um optimale Ergebnisse zu erlangen, einer sehr individuellen Versorgung. Somit zeichnet sich die Therapie der Omarthrose durch ein Spannungsfeld aus, bei dem Wissen und Erfahrung wertvoll sind.

Summary: Omarthrosis has a complex clinical appearance. Therapy options are no less diverse. Depending on the findings, conservative and/or arthroscopic joint-preserving treatment options show very good results. In order to achieve optimal results, the endoprosthetic surgery requires an individual surgical procedure. Thus, the therapy of omarthrosis is characterized by a diverse field in which sustained knowledge and experience are valuable.

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Ausgabe: 06/2021 - Jörg Jerosch
Ein Arthrosemanagement ist nur multimodal und interdisziplinär vollständig

Zusammenfassung:Im vorliegenden Artikel werden die Grundkonzepte des Arthrosemanagements zusammengefasst. Hierbei ist darauf zu achten, dass aufgrund der multiplen möglichen Ursachen für eine Arthrose sowie der Tatsache, dass Arthrosepatienten mit Co-Morbiditäten behaftet sind und deshalb in der Regel auch eine Vielzahl von Co-Medikationen erhalten, ein eindimensionaler Therapieansatz fehlschlagen muss. Es ergibt sich vielmehr zwangsläufig die zwingende Notwendigkeit zu einem individuell abgestimmten multimodalen und interdisziplinären Vorgehen.

Summary: The present article presents the basic concepts of OA management. Due to the multiple different causes for OA and the fact that OA patients suffer from multiple co-morbidities and take multiple co-medications, the treatment of OA never be unidimensional. There need to be, however, an individual multimodal and interdisziplinary concept for every patient.

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Ausgabe: 05/2021 - Jörg Jerosch - Esther Pogatzki-Zahn
Aspekte der perioperativen Schmerztherapie für Orthopädie und Unfallchirurgie?

Zusammenfassung: Der vorliegende Artikel beschreibt die aktuellen Empfehlungen in der perioperativen Schmerztherapie unter Berücksichtigung der deutschen AWMF Leitlinie (S3 Leitlinie – Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen; Registriernummer 001–25). Hierbei werden zunächst allgemeine Prinzipien dargestellt. Anschließend werden procedurenspezifische Verfahren aufgezeigt.

Summary: This article describes to current recommendations on perioperative pain management. First the general principles are presented according to the german AWMF guideline (S3 guideline – Behandlung akuter perioperativer und posttraumatischer Schmerzen; Registriernummer 001–25). Furtheron the procedure specific techniques are described.

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Ausgabe: 03/2021 - Jörg Jerosch - Lars Victor von Engelhardt
Konservativ, Hüftarthroskopie, Hüftkappe, Kurzschaft, Standardschaft

Zusammenfassung:Das Hüftimpingement und die Dysplasie sind die häufigsten Ursachen für eine Coxarthrose und damit Präarthrosen. Aufgrund des schleichenden Krankheitsverlaufes kommt bei vielen Patienten trotz bereits vorhandener arthrotischer Gelenkschäden evtl. noch ein gelenkerhaltendes Vorgehen wie bspw. eine Hüftarthroskopie oder eine Korrekturosteotomie in Frage. Sollte ein Gelenkerhalt nicht mehr sinnvoll sein, bleibt die Entscheidung, ob neben einem konservativen Vorgehen, eine Hüftkappe, ein Kurzschaft oder eher ein Gelenkersatz mit einem Standardschaft angemessen ist. Um die richtigen Behandlungsempfehlungen zu finden, stellt sich für jede Option die Frage, wie lange der Erfolg bspw. eines konservativen Vorgehens, eines bestimmten Prothesentypes oder einer gelenkerhaltenden Operation anhält. Um hier individuell zu beraten, sind neben den exakten bildgebenden Befunden auch das Alter, das Aktivitätsniveau, die anamnestischen und klinischen Untersuchungsbefunde sowie die Erwartungshaltung des Patienten einzubeziehen. Dieser Artikel soll den Leser unterstützen, entsprechende Befunde zu erheben und für die unterschiedlichen Optionen die Erfolgsaussichten, die Langzeitprognose sowie Vor- und Nachteile abzuwägen.

Schlüsselwörter:Coxarthrose, konservative Therapie, Hüftarthroskopie, Hüftkappe, Kurzschaft, Standardschaft

Zitierweise:von Engelhardt LV, Jerosch J: Konservativ, Hüftarthroskopie, Hüftkappe, Kurzschaft, Standardschaft. Welche Optionen sind bei der Coxarthrose sinnvoll? OUP 2021; 10: 0139–0147DOI 10.3238/oup.2021.0139–0147

Summary: Hip impingement and dysplasia are pre-arthritic conditions and the main causes of hip osteoarthritis. All variants of a symptomatic hip impingement lead to progressive degenerative changes of the joint. Due to the insidious course of the disease, a joint-preserving procedure such as hip arthroscopy or a corrective osteotomy is often also an option for patients already showing degenerative joint damage. If a joint preserving procedure is no longer a reasonable option, the question remains if a conservative treatment, hip resurfacing, a short stem or a joint replacement with a standard stem is appropriate. In order to recommend the right treatment, the question of the duration of the success of each option, such as a conservative treatment, a certain type of implant or a joint preserving surgery, must be raised. To enable individual advice, exact imaging findings, age, activity level, anamnestic and clinical examination findings as well as the patient‘s expectations should be considered. This article is intended to support the reader in acquiring the relevant findings and assessing the prospects of success, the long-term prognosis as well as advantages and disadvantages of the different options.

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Ausgabe: 02/2021 - Jörg Jerosch - Lars Victor von Engelhardt
Hüftimpingement und Rückkehr in den Sport

Zusammenfassung:Das femoroazetabulare Impingement ist die häufigste Pathologie, die bei Sportlern und aktiven Menschen zu Hüftschmerzen führt. Abhängig von der Dauer der Beschwerden finden sich zunehmend korrespondierende Schäden an der Gelenklippe und am Knorpel. Bei nicht-dysplastischen Hüften ist das Impingement die häufigste Ursache für eine Coxarthrose. Ist ein Sportler symptomatisch und ein Impingement nachgewiesen, so ist eine frühzeitige Therapie hinsichtlich der Progression der Schäden vorteilhaft. Neben Techniken zum Erzielen einer optimierten Korrektur der Deformitäten, werden die Möglichkeiten zum Erhalt der Gelenklippe und auch verschiedene Verfahren zur Therapie der Knorpelschäden beschrieben. Bei anhaltenden Beschwerden, ggf. auch nach einem kurzzeitigen konservativen Therapieversuch, besteht die Indikation zur möglichst baldigen Operation. Erfolgt die Arthroskopie früh genug, zeigen diese Verfahren hohe Return-to-Sports-Raten, ein exzellentes klinisches Outcome und niedrige Komplikationsraten.

Summary: Femoroacetabular impingement is the most common pathology leading to hip pain in athletes. Depending on the duration of the symptoms, corresponding damage to the labrum and the articular cartilage becomes increasingly apparent. In non-dysplastic hips, impingement is the most common cause for osteoarthritis of the hip. If an athlete presents sustained complaints and a hip impingement has been proven, early treatment is advantageous in regard to the progression of the corresponding damage. In addition to optimized techniques for the correction of the deformities, options for preserving the labrum and various methods of treating cartilage damage are described. When there are persistent complaints, especially after a short conservative therapeutic attempt, there is an indication for a promt operative treatment. If arthroscopic surgery is performed early enough, these procedures show high return-to-sports rates, an excellent clinical outcome and low complication rates.

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Ausgabe: 02/2021 - Jörg Jerosch
Differenzialdiagnostik des Schulterschmerzes

Zusammenfassung:Im vorliegenden Artikel werden die klinisch relevanten Differenzialdiagnosen zu Schulterschmerzen dargestellt. Hierbei erscheint es wichtig, den immer wieder unspezifisch verwendeten Begriff des Impingement zu vermeiden bzw. hierzu die relevanten Differenzialdiagnosen darzustellen. Dieses vermeidet Fehldiagnosen und folgerichtig auch für den Patienten nicht zufriedenstellende Behandlungsergebnisse.

Summary: The present article describes the clinical relevant differential diagnoses for pain around the shoulder girdle. We pay special attention to avoid the often unspecific used term of impingement resp. to present to the reader the relevant differential diagnoses. This of course will avoid wrong diagnosis and consequently not satisfaying treatment results for our patients.

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Ausgabe: 04/2021 - Jörg Jerosch - Andreas Breil-Wirth
Radiologische Analyse von kritischem Schulterwinkel, Scapulahalslänge und Deltoidumlenkwinkel

Zusammenfassung: Bei 300 Individuen wurden standardisierte Röntgenbilder der Schulter evaluiert. Es wurden die folgenden Parameter dokumentiert: kritischer Schulter Winkel (CSA: critical shoulder angle), Skapulahalslänge (SNL: scapular neck length) und Deltoidumlenkwinkel (DWA: deltoid wrapping angle). Es ergab sich in der Studienpopulation ein mittlerer CSA von 32,86 (21–46°), ein mittlerer SNL von 10,44 (6–16 mm) und ein mittlerer DWA von 149,27 (127,9–179,4°).

Summary:In 300 individuals standardized x-ray of the shoulder were evaluated. We documented the following parameters. critical shoulder angle (CSA), scapular neck length (SNL) and deltoid wrapping angle (DWA). The CSA, SNL and DWA of our study population averaged 32.86 (21–46°), 10.44 (6–16 mm) and 149.27 (127.9–179.4°), respectively.

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