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Zusammenfassung:Ziele: Arthrose hat immense sozioökonomische Auswirkungen in Bezug auf Medikamentenkosten, Krankenhausaufenthalte, Arbeitsproduktivität und temporäre oder dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. Die Heiltorftherapie wird als potenzielle konservative Behandlungsoption für Arthrose diskutiert. Allerdings bleiben die Ergebnisse mehrerer Studien umstritten. Ziel dieser Übersichtsarbeit war es, die erbrachten Evidenzen systematisch zu überprüfen, um den klinischen Effekt der Heiltorf- und Moorbadtherapie bei der Behandlung von Arthrose zusammenzufassen.Methoden: Wir durchsuchten die Literaturdatenbanken PubMed, PEDro und das Cochrane CENTRAL-Register für kontrollierte Studien nach Artikeln, die zwischen 2000 und 2024 veröffentlicht wurden, unter Verwendung der Begriffe „orthopedics“, „orthopaedics“, „musculoskeletal“, „osteoarthritis“ sowie „mud-bath“ und „mud-pack“.Ergebnisse: Von den 19 eingeschlossenen Studien untersuchten 15 die Effekte der Moorbadtherapie bei der Behandlung von Kniearthrose. Eine Studie konzentrierte sich auf die Behandlung von Handarthrose, eine weitere Studie untersuchte die Behandlungseffekte bei Hüft- und Kniearthrose, und 2 Studien schlossen Patientinnen und Patienten mit chronischen Rückenschmerzen aufgrund von Wirbelsäulenarthrose ein. Wir überprüften systematisch die aus der Literatur gewonnenen Daten und fassten die Ergebnisse anhand der wichtigsten Endpunkte zusammen. Die Ergebnisse zeigen signifikante Verbesserungen der Funktion, der Lebensqualität und der wahrgenommenen Schmerzen bei Patientinnen und Patienten mit Arthrose. Schlussfolgerung: Die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien legen nahe, dass die Heiltorftherapie Teil eines vielversprechenden, integrierten und synergistischen multidisziplinären Ansatzes in Kombination mit anderen Behandlungsformen wie Pharmakotherapie oder Physiotherapie ist. Eine beeindruckende Reduzierung der konventionellen Medikamentendosierung wurde berichtet, was möglicherweise zu geringeren Kosten und medikamentenbedingten Nebenwirkungen führt. Darüber hinaus könnte die Verbesserung der Lebensqualität der betroffenen Patientinnen und Patienten resultieren.
Summary: Osteoarthritis has a high socioeconomic impact in terms of drug spending, hospital admissions, work productivity and temporary or permanent incapacity. Mud therapy has been discussed as a potential conservative treatment options for osteoarthritis. However, findings from several trials still remain controversial. For this reason, we aimed to systematically review the highest evidence provided by published trials to estimate the clinical effect of mud-pack and mud-bath therapy for the treatment of osteoarthritis.We searched PubMed, PEDro and the Cochrane CENTRAL Register for Controlled Trials for articles published between 2000 and 2024 using the terms “orthopedics”, “orthopaedics”, “musculoskeletal”, “osteoarthritis” and “mud-bath”, “mud-pack”. Of the 19 studies included, 15 examined the effects of mud-bath therapy in knee osteoarthritis treatment. One study focused on the treatment effect of mud-bath on hand osteoarthritis, another study examined treatment effects in hip and knee osteoarthritis, two studies enrolled patients with chronic low back pain caused by lumbar spine osteoarthritis. We systematically reviewed the data obtained from literature and summarized the results on the basis of the main outcomes. The results show significant improvements in function, quality of life and perceived pain for patients with osteoarthritis. Results of randomized controlled trials suggest that mud therapy is part of a promising integrated and synergistic multidisciplinary approach in combination with other treatment forms like pharmacotherapy or physiotherapy.
Zusammenfassung: Um nach Resektion von periazetabulären Tumoren ein möglichst langes rezidivfreies Intervall nach Resektion und ein möglichst langes krankheitsfreies Gesamtüberleben der Patienten zu gewährleisten, sind tumorfreie Resektionsränder von entscheidender Bedeutung. Hierbei spielt die präoperative Planung und die möglichst detailgetreue Umsetzung der Planung in die intraoperative Realität eine wichtige Rolle. Dieser Prozess kann durch eine 3-dimensionale virtuelle Rekonstruktion des Beckenskeletts sowie durch die Herstellung eines Beckenmodells zur verbesserten haptischen Perzeption erheblich vereinfacht werden. Wegen der relativ komplizierten 3-dimensionalen Anatomie des Beckenskeletts und der dadurch erschwerten intraoperativen Orientierung führten Freihand-Resektionen in der Vergangenheit nicht selten zu schlechten onkologischen Ergebnissen. Eine ungenaue Resektion führte zudem zu einer Passungenauigkeit zwischen knöchernem Absetzungsrand und Prothese, was wiederum das Implantatüberleben negativ beeinflusste. Schon früh wurde deshalb erkannt, dass individualisierte Resektions- bzw. Bohrschablonen die intraoperative Umsetzung des präoperativen Plans i.S. einer sog. Prä-Navigation erheblich erleichtern können. Heutzutage kann durch die Anwendung von Techniken aus dem Bereich des Additive Manufacturing der Herstellungsprozess von Beckenmodellen und Resektionsschablonen beschleunigt und die intraoperative Handhabung so verändert werden, dass möglichst wenig ossäre Landmarken von Weichgewebe befreit werden müssen. Zudem ist es möglich, Prothesen aus Titanlegierungen im 3D-Druckverfahren zu fertigen und gezielt an den Resektionsdefekt anzupassen.
Summary: Resection of malignant bone and soft tissue tumours of the pelvis and consecutive endoprosthetic reconstruction of the osseous defect remains a surgical challenge. To ensure a best possible recurrence-free and overall disease-free survival of patients, tumour-free resection margins are of utmost importance. Within this context, preoperative planning and its translation into the surgical setting plays a pivotal role. This process can be facilitated by three-dimensional virtual reconstruction of the osseous pelvis and generation of a pelvic model for enhanced haptic perception. In the past, it was not unusual that free-hand resection resulted in poor oncologic results due to the relatively complex osseous anatomy of the pelvis and the consequently impeded intraoperative orientation. Moreover, inaccurate resection resulted in an inaccuracy of fit between the resection margin and the prosthesis, thereby negatively affecting implant survival. Therefore, individualized osteotomy and drill guides have been introduced to facilitate the translation of the preoperative plan into the intraoperative reality as defined by “pre-navigation”. Nowadays, the application of additive manufacturing techniques makes it possible to accelerate the development of pelvic models and osteotomy guides and tailor these instruments in a way to minimize soft tissue damage. Novel 3D printing techniques enable surgeons to specifically match implant size and morphology with the underlying osseous defect.
