Ihre Suche ergab 3 Treffer

WISSENSCHAFT
Ausgabe: 02/2019 - Jörg Jerosch - Mathias Herwig
Das Tarsaltunnelsyndrom

Zusammenfassung:

Die Diagnose eines Tarsaltunnelsyndroms ist weiterhin schwierig. Sie bedarf einer genauen klinischen Untersuchung und kann durch elektrophysiologische und radiologische Untersuchungen unterstützt werden. Die Klinik ist allerdings maßgebend.

Patienten mit einer Raumforderung oder deutlichen anatomischen Veränderungen können von einer frühzeitigen OP profitieren. In unklaren Fällen sollte die konservative Therapie im Vordergrund stehen. Bei Therapieresistenz kann eine OP in Erwägung gezogen werden.

OP-Ergebnisse sind z.T. unbefriedigend und müssen im Aufklärungsgespräch mit dem Patienten zur OP kritisch besprochen werden.

Summary: The diagnosis of a tarsal tunnel syndrome is still difficult. It requires a detailed clinical examination and can be supported by electrophysiological and radiological examinations. The clinic is however authoritative. Patients with a mass or significant anatomical changes may benefit from early surgery. In unclear cases, the conservative therapy should be in the foreground. For resistance to therapy, surgery may be considered. Operation results are sometimes unsatisfactory and must be discussed critically during the pre-operation discussion with the patient.

» kompletten Artikel lesen

ÜBERSICHTSARBEITEN
Ausgabe: 06/2020 - Mathias Herwig - Ahmed Ercan
Veränderungen der Knochendichte des proximalen Femur fünf Jahre nach Implantation einer schenkelhalsteilerhaltenden Kurzschaftprothese (MiniHip)

Fragestellung: Ziel der Studie war die Beurteilung der Knochendichteveränderung nach Implantation einer Kurzschaftendoprothese MiniHip.

Material und Methoden: Bei 62 Patienten im Alter von 25 bis 78 Jahren (34 Frauen, 28 Männer) wurde eine MiniHip implantiert. Er wurde die periprothetische Knochendichte nach der DEXA-Methode postoperativ, nach 3, 6 und 12Monaten bestimmt. Bei 32 Patienten konnten DEXA Untersuchungen auch nach 5 Jahren durchgeführt werden.

Ergebnisse: Es zeigt sich in den ersten 3 Monaten nach Implantation die stärkste Veränderung, wobei signifikante Knochendichteabnahmen sowohl proximal in den Gruen Zonen 1, 2 und 7 als auch distal in Zone 4 zu verzeichnen sind. Zwischen dem 3. und 6. Monat postoperativ wird ein Plateau in der Knochendichteabnahme erreicht. Danach erholt sich die Knochendichte bis zum 12. Monat postoperativ. Die Entwicklungen, die nach 12 Monaten zu erkennen waren, setzten sich nach 5 Jahren weiter fort. Im Bereich des Trochanter major (Gruen 1) zeigte sich weiterhin eine Zunahme des BMD, am Trochanter minor (Gruen 7) hingegen ein leichter weiterer Verlust.

Fazit und klinische Relevanz: Die schenkelhalsteilerhaltende MiniHip-Prothese zeigt weniger Knochenverlust im Vergleich zu Standardprothesenschäften nach 12 Monaten und 5 Jahren.

Purpose: The purpose of the study was to document the bone mineral density (BMD) in the midterm after the implantation of the minihip.Material and Methods: In 62 patients aged 25–78 years (34 female, 28 male), a MiniHip stem was implanted. We documented the postoperative periprosthetic bone mineral density by the DEXA-method, after 3, 6 and 12 months. In 32 patients the DEXA measurements could be performed also after 5 years. Results: Within the first 3 months the largest changes could be documented; there was significant reduction of BMD proximal in gruen zones 1,2 and 7 as well as distal in zone 4. Between the 3rd and 6th month there was a postoperative plateau in BMD. After this the BMD was regaining postoperatively up to the 12th month. The same trend could be documented after 5 years. At the greater trochanter (gruen 1) there was a slight increase of BMD, at the lesser trochanter (gruen 7) there was a slight decrease. Conclusion: The femoral neck partial sparing MiniHip short stem shows less reduction in the BMD compared to standard cementless stem systems at 12 months and 5 years.Keywords: short stem hip replacement, MinHip, postoperative bone mineral density

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 06/2018 - Jörg Jerosch - Mathias Herwig
Vergleich des humeralen Offsets von drei verschiedenen inversen Schulterprothesen-Designs

Zusammenfassung: In Deutschland werden etwa 25.000 Schulterendoprothesen pro Jahr implantiert; bei guten Ergebnissen auch zunehmend inverse Prothesenmodelle. Diese zeigen im Vergleich zu anatomischen Varianten erhöhte Luxationsraten. In unserem Patientengut zeigten sich in den letzten Jahren keine Luxationen von Tess-invers-Prothesen und auch nicht von Comprehensive-Prothesen. Delta-Xtend-Prothesen zeigten hingegen Luxationsereignisse.

Fragestellung: Unsere Fragestellung verfolgte das Ziel, herauszufinden, inwiefern sich das humerale Offset zwischen den Prothesentypen unterscheidet und ob ein Zusammenhang mit der Luxationstendenz besteht.

Methode: Es wurden 3 unterschiedliche inverse Prothesenmodelle anhand der postoperativen Röntgenbilder ausgewertet. Hierbei wurden jeweils 21 Tess-invers-, 19 Delta-Xtend- sowie 12 Comprehensive-Prothesen untersucht. Dabei wurde insbesondere das humerale Offset bestimmt.

Ergebnisse: Hier zeigte sich ein signifikanter Unterschied zwischen der Tess invers (Offset MW: 40,33mm) zur Delta Xtend (MW: 35,21mm) und von der Comprehensive (MW: 41,75mm) zur Delta Xtend. Die Tess-invers- und die Comprehensive-Prothese zeigten keinen signifikanten Unterschied im humeralen Offset.

Schlussfolgerung: Im Vergleich zu der Delta-Xtend-Prothese fällt bei den Röntgenparametern ein signifikant geringeres humerales Offset auf. Dies kann ein Hinweis auf die Relevanz dieses Parameters in der Stabilität einer inversen Prothese sein, sodass bei der Implantation nicht nur auf die Distalisierung und Medialisierung des Rotationszentrums geachtet werden sollte, sondern auch auf das humerale Offset.

Summary: In Germany about 25.000 shoulder replacements are performed each year. The number of reverse designs is also increasing, however, the design have a higher dislocation rate. Our patients do not show any instability with Tess invers or Comprehensive replacements. However, we had dislocations with Delta Xtend shoulder replacement

Purpose: The purpose of the study was to document the humeral offset in the different shoulder designs

Method: In 3 different reverse shoulder replacement designs the humeral offset was documented on the postoperative x-rays. There were 21 Tess invers, 19 Delta Xtend and 12 Comprehensive replacements

Results: There were significant differences between the Tess invers (Offset MW: 40.33mm) compared to the Delta Xtend (Mean: 35.21mm) and the Comprehensive (Mean: 41.75mm) compared to the Delta Xtend. The Tess invers and the Comprehensive showed no differences in the offset.

Conclusion: The Delta Xtend design has a significant smaller humeral offset compared to the other designs. This may be one possible reason for higher dislocation rate.

» kompletten Artikel lesen