Wissenschaft

Hier können Sie auf die Vorschau aller wissenschaftlichen Artikel zugreifen.

JAHRGANG: 2022 | 2021 | 2020 | 2019 | 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 |
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

ÜBERSICHTSARBEITEN
Ausgabe: 03/2015 - C. Tesch
Sonografische Untersuchung des Labrum acetabulare beim Hüftschmerz

Zusammenfassung: Die dynamische Sonografie des Hüftgelenks untersucht die für die Arthroskopie wichtigen Areale und ist grundsätzlich mit der Kernspintomografie vergleichbar (Abb. 1 und 2). Es sind die Bereiche von 12:00 bis 03:00 Uhr, eventuell auch bis 10:30 Uhr beurteilbar. Gerade fragliche Labrum-Befunde (Radiär-Riss, Instabilität, Impingement) können unter Beugung bis ca. 70° und Rotation gut beurteilt werden. Die Methode kann als Screening-Methode vor weitergehenden bildgebenden Verfahren eingesetzt werden. Sie ist nicht ausreichend validiert und sollte mit Studien-Begleitung zur Festlegung der prädiktiven Aussage-Qualität ausgebaut werden.

Summary: Dynamic ultrasonography of the hip is an examination of these important areas, in which arthroscopic surgeons are interested. MRI is essential although sonography is comparable. Zones from 1200 to 0300, sometimes even to 1030 are evaluable. Labral tears, instability, cyst or impingement can be seen in flexion til 70° or rotation (horizontal view) without limitation. Ultrasonography is a screening method to examine hip pain before doing x-ray or MRI and helps to indicate (or prevent) further examinations. Validation is low, therefore former studies have to be started.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - T. Brauner - T. Horstmann - T. Bossmann - B. Michel - M. Kley - R. Eisenhart-Rothe - N. Harrasser - S. Horn
Schmerzprofile bei Patienten mit fortgeschrittener GonarthrosePain profiles of patients with advanced knee osteoarthritis

Zusammenfassung: Verfahren der quantitativ sensorischen Testung gewinnen für die Individualisierung der Behandlung von Schmerzpatienten zunehmend an Bedeutung. Ziel dieser explorativen Studie war es, die Schmerzprofile von Patienten mit schmerzhafter Gonarthrose zu evaluieren, die für die Implantation einer Knieendoprothese angemeldet waren. 44 Gonarthrose-Patienten erfüllten die Einschlusskriterien und wurden hinsichtlich Zeichen zentraler Sensibilisierung untersucht. Darüber hinaus wurde der WOMAC-Score (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index) erhoben. Bei 30% der Patienten wurde eine erhöhte temporale Summation gefunden. 34% der Patienten wiesen eine defizitäre endogene Schmerzhemmung auf. Bei 14% der Patienten wurde sowohl eine erhöhte temporale Summation als auch eine fehlende Schmerzinhibition gefunden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Patienten mit schmerzhafter Gonarthrose sowohl pro- als auch antinozizeptive Schmerzprofile aufweisen können.

Summary: Methods of quantitative sensory testing gain importance in the individualized treatment of pain patients. The aim of this exploratory study was to evaluate the pain profiles of patients with painful knee osteoarthritis. 44 patients with painful knee osteoarthritis who were scheduled for total knee replacement fulfilled the inclusion criteria and were screened for signs of central sensitization. Furthermore, patients completed the WOMAC (Western Ontario and McMaster Universities Osteoarthritis Index) questionnaire. An enhanced temporal summation was found in 30% of the patients. 34% of the patients showed a deficient endogenous pain inhibition. 14% of the patients showed an enhanced temporal summation as well as a deficient endogenous pain inhibition. The results suggest that there are both pro- and antinociceptive pain profiles in patients with painful knee osteoarthritis.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - W. Teske - L. V. v. Engelhardt - C. v. Schulze Pellengahr - T. K. Lichtinger - M. Lahner
Früher Ermüdungsbruch am Prothesenhals einer konventionellen zementfreien Hüftendoprothese

Zusammenfassung: Ermüdungsbrüche moderner zementfreier Endoprothesenstiele sind selten. Wir berichten über den Bruch des Endoprothesenhalses (Polarstem, Fa. Smith Nephew) ohne Trauma bei einem männlichen Patienten (BMI 37) nach nur 2,3 Jahren Standzeit. Die visuelle und rasterelektronenmikroskopische Untersuchung des Explantats bestätigten einen Ermüdungsbruch. Aufgrund dieses Einzelfalls verwenden wir den oben genannten Implantat-Typ bei stark übergewichtigen Patienten nicht mehr.

Summary: Fatigue fractures of modern cementless hip arthoplasty stems are uncommon. We report about the fracture of the neck-stem region (Polarstem, Fa. Smith Nephew) without trauma in a male patient (BMI 37) after 2.3 years follow-up. Examination by light microscope and scanning electron microscope confirmed a fatigue fracture mechanism. Due to the described individual case we do not recommend the above mentioned device for obese patients.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - V. Bühren - M. Morgenstern - C. Erichsen - S. Hungerer - M. Militz
Implantat-assoziierte Infektionen der unteren Extremität

Zusammenfassung

Einleitung: Die Behandlung von Implantat-assoziierten Infektionen stellt nach wie vor sowohl für den behandelnden Chirurgen als auch den Mikrobiologen eine große Herausforderung dar. Zumeist sind mehrfache Operationen in Kombination mit systemischen und lokalen Antibiotikagaben notwendig, um Knocheninfektionen der betroffenen Extremität zu sanieren. Häufig verbleiben jedoch erhebliche Funktionsminderungen der betroffenen Extremität. Staphylococcus aureus und Staphylococcus epidermidis stellen hierbei die häufigsten Krankheitserreger dar. Ziel dieser Studie ist die Erhebung des klinischen Verlaufs sowie des Langzeitergebnis bei Implantat-assoziierten Infektionen mit Staphylokokken und der Vergleich dieser Parameter zwischen den beiden häufigsten Krankheitserregern, S. aureus und S. epidermidis.

Methoden: Es wurden Daten von 165 Patienten mit einer Implantat-assoziierten Infektion der unteren Extremität sowie mit positivem Keimnachweis von S. aureus und S. epidermidis prospektiv in dem Zeitraum von 24 Monaten erfasst. Die folgenden Parameter wurden erhoben: Epidemiologische Daten, Implantattyp, Früh- oder Spätinfekt, Weichteilschädigung bei initialer Fraktur und relevante Nebendiagnosen. Bei der im Mittel nach 28 Monaten (15–43 Monate) vorgenommenen Nachuntersuchung wurden die Anzahl der Revisionsoperationen, der Lower-Extremity-Functional-Score (LEFS), der SF-12-Gesundheitsfragebogen und der aktuelle Infekt-Status ermittelt.

Ergebnisse: Es konnten 72 Patienten mit einem S. aureus und 85 Patienten mit einem mit S. epidermidis assoziierten Implantat-Infekt der unteren Extremität in die Studie eingeschlossen werden. Eine Mischinfektion beider Keime wiesen 8 Patienten auf. In unserem Kollektiv handelte es sich vorwiegend um Infektionen nach Frakturversorgung (66%) der langen Röhrenknochen, nur 34% wiesen eine periprothetische Infektion auf. Nahezu alle Patienten benötigten zur Infekt-Sanierung und Wiederherstellung der Funktionalität mehrfache operative Eingriffe. Die Gesundheitsbefragung erbrachte ein deutlich eingeschränktes funktionelles Ergebnis (LEFS: 42) und eine geminderte körperliche (körperlicher SF-12: 34,4) und mentale Lebensqualität (mentaler SF-12: 48,0). Die statistischen Analysen erbrachten ein tendenziell besseres klinisches Langzeitergebnis und eine signifikant höhere Ausheilungsrate bei S. aureus-assoziierten Infektionen im Vergleich zu S. epidermidis-verursachten Krankheitsverläufen.

Schlussfolgerung: In dieser Arbeit wurde der klinische Verlauf und das funktionelle Langzeitergebnis bei S. aureus- und S. epidermidis-assoziierten Knocheninfektionen erfasst. Die Infekt-Sanierung und Wiederherstellung der Funktionalität bedürfen eines langwierigen Verlaufs und häufig verbleiben erhebliche Einschränkungen sowie eine geminderte Lebensqualität.

Summary

Introduction: The treatment of bone and implant-related infections poses a challenge to both surgeons and microbiologists. Multiple surgical procedures as well as systemic and local antibiotics are needed to cure persistent infection and to restore the function of the limb. However major impairments often remain. Staphylococcus aureus and Staphylococcus epidermidis are the most common pathogens causing implant-related infections in orthopaedic surgery. The purpose of this study is to investigate the clinical course and the long-term outcome in staphylococci associated implant-infections. The second aim is to determine the influence of bacterial species on these parameters.

Methods: Clinical data of 165 patients with an implant-associated infection of the lower extremity and growth of S.aureus and S. epidermidis at the site of interest were collected over a time period of 24 month. The following parameters were documented: epidemiologic data, type of implant, early- or late onset infection, open fracture and decisive comorbidities. Mean follow-up was conducted after 28 month (range: 15–43 months) recording revision surgeries, the Lower-Extremity-Functional-Score (LEFS), the SF-12 questionnaire and the current status of infection.

Results: In total 72 patients with an S. aureus and 85 patients with an S. epidermidis associated infection were included. Both pathogens were detected in 8 patients. In our cohort mainly infections after fracture fixation were treated (66%), just one third had a prosthetic joint infection. Nearly all patients underwent multiple revision surgeries to clear infection and to restore functionality. The follow-up examination revealed a considerably limited functional result (LEFS: 42) and an impaired physical (physical SF-12: 34,4) and mental (mental SF-12: 48,0) quality of life. Statistical analysis showed that S. aureus in comparison to S. epidermidis caused infections result in an improved clinical outcome and significantly higher cure rates.

Conclusion: This study involving a large patient cohort reveals that S. aureus and S. epidermidis caused implant infections of the lower extremity result in a prolonged course to cure infection and to restore functionality. Considerable impairments and a reduced quality of life are commonly remaining.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - T. Brauner - T. Pohl - T. Horstmann
Belastungsparameter im sensomotorischen Training

Zusammenfassung: Trotz Erkenntnissen zur allgemeinen Wirksamkeit weist der Bereich SMT nach wie vor eine Vielzahl von offenen Fragen auf, die sich durch die Komplexität dieser Thematik begründen. Ziel dieses Übersichtsartikels ist die Zusammenfassung evidenzbasierter Erkenntnisse zur Dosis-Wirkungsbeziehung im sensomotorischen Training. Dazu werden die Ergebnisse aktueller Übersichtsarbeiten zusammengefasst und die trainingswirksamen Parameter herausgearbeitet und diskutiert.

Summary: Despite the knowledge about the general effectiveness of sensorimotor training, several questions remain unanswered due to the complexity of sensorimotor training. The purpose of this review is to summarize evidence based insights of the dose-response relationship in sensorimotor training. Therefore, the results of current reviews are summarized and the effective training parameters are worked out and discussed.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - O. Gonschorek - V. Bühren - T. Weiß
Der perkutane Fixateur interne an der Wirbelsäule

Zusammenfassung

Hintergrund: Die minimalinvasive Stabilisierung von Wirbelsäulenbrüchen setzt sich zunehmend durch. Insbesondere aufgrund der vermeintlich einfacheren Anwendbarkeit wird der Eingriff breitflächig durchgeführt. Die Komplikationsrate und insbesondere spezifische Komplikationen der „Hardware“ werden anhand unserer ersten 670 Anwendungen dargestellt.

Material und Methoden: Von 2010–14 wurden 670 Stabilisierungen an der WS in minimalinvasiver Technik durchgeführt, davon 118 zementaugmentiert. Komplikationen werden unterteilt in intraoperative, postoperative und implantatspezifische Komplikationen. Des Weiteren werden spezielle Komplikationen der neuen Technik sowie Komplikationen der Hardware beschrieben. Ein Vergleich wird mit der Komplikationsrate des offenen Vorgehens geführt (MCS-II-Studie der DGU ). Die Daten wurden prospektiv erfasst

Ergebnisse: Insgesamt traten 7 revisionspflichtige Infektionen auf. Alle 7 konnten saniert werden ohne ME. An implantatspezifischen Komplikationen kam es 5-mal zur Auswanderung/Lockerung der Madenschraube, 2-mal musste frühzeitig revidiert werden bei Repositionsverlust, einmal als Zufallsbefund vor ME. Insgesamt besteht somit eine Komplikationsrate von 2,1% für postoperative Komplikationen (DGU MCS II: 9,4%). Intraoperative Komplikationen wie Blutung, Schraubenfehllage und Konversion zum offenen Verfahren (MCS 2 7,7%) wurden bei uns nicht mehr beobachtet.

Schlussfolgerung: Insgesamt ist die perkutane Frakturstabilisierung ein sehr sicheres Verfahren. Die Komplikationsrate ist im allgemeinen niedriger als im offenen Vorgehen. Spezifische Komplikationen des neuen Verfahrens müssen noch Beachtung finden und sind vor allem hardwarebedingt.

Summary

Background: Minimally invasive stabilization techniques (MISS) are gaining importance in the treatment of spinal fractures. The purpose of this investigation was to evaluate the complication rate of this new procedure. Especially the complications of the hardware (screws and rods) will be illustrated.

Methods: In the years 2010–14 a total of 670 patients have been stabilized with MISS techniques in spinal fractures. In 118 patients of this collective we used cement augmentation of the screws in instable osteoporotic fractures. The complications have been divided in intraoperative, postoperative and implant-related complications. Data collection has been prospective. Especially complications and hardware problems of the new technique have been described. The results have been compared with the complications results in the open procedure technique of the MCS-2-study from the German Society of Trauma surgery (DGU).

Results: We found 7 patients with infection and operative revision. In no case it was necessary to remove the implant. In 5 patients we saw loosening of the set screws. In 2 cases there was a loss of reduction and gaining kyphosis, it was necessary to indicate an early revision. In one case it was an incidental finding. In total the complication rate of intra- and postoperative complications is 2.1%. Compared to the study group, the rate in the open procedure is 9.4%. Intraoperative bleeding and conversion to open procedure was not observed. There was no revision necessary because of mal positioning of a pedicle screw.

Conclusion: The percutaneous stabilization technique of spinal fractures is a safe procedure. In general the complication rate is less than in the open techniques. We found implant-related complications such as loosening of the set screws. This should be recognized and improved from the companies.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 04/2015 - V. Bühren - R. Beickert - S. Wurm - A. Thannheimer
Outcome nach operativ versorgter AC-Gelenksprengung

Zusammenfassung: Höhergradige AC-Gelenksprengungen werden in der Regel operativ versorgt. Es besteht aber nach wie vor Uneinigkeit über das OP-Verfahren der Wahl, sodass wir retrospektiv das Outcome unserer Patienten untersucht haben. In den vergangenen 3 Jahren sind in unserer Klinik insgesamt 76 Patienten nach AC-Gelenksprengung operativ versorgt worden, ein Follow-up mit SF-36 und Oxford Shoulder Score haben wir von 40 Patienten (10 x Tightrope, 30 x Hakenplatte). Bei den mit Tightrope versorgten Patienten lag der mittlere Oxford Shoulder Score bei 18,8 Punkten; in der Hakenplatten-Gruppe bei 17,8 Punkten. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen war nicht signifikant. Auch im SF-36 zeigte sich kein signifikanter Unterschied, sodass im klinischen Outcome beide Verfahren gleichwertig erscheinen.

Summary: Although surgery for high-grade disruptions of the acromioclavicular joint is generally accepted, much controversy exists over the optimal surgical technique. Therefore, we have retrospectively analyzed the outcome of our patients. In the last 3 years, 76 patients with acromioclavicular joint dislocation were treated operatively; 40 patients were available for a follow-up (10 x tightrope, 30 x hook plate). Regarding the Oxford Shoulder Score and the SF-36, we did not find any difference between both groups.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2015 - K. Baum
Körperliches Training: Generator oder Therapieoption bei Arthrose?

Zusammenfassung: Sportliche Aktivitäten können vor allem dann die Wahrscheinlichkeit einer Arthrose erhöhen, wenn hohe intraartikuläre Spitzenkräfte extrem häufig im selben Gelenkwinkel auftreten (z.B. Kniegelenk des Langstreckenläufers) oder wenn das umgebende Weichteilgewebe seriösen Verletzungen ausgesetzt ist (z.B. Sportarten mit Gegnerkontakt). Dagegen wirkt ein gezieltes Training sowohl präventiv als auch rehabilitativ. Drei Mechanismen sind dafür primär verantwortlich: unmittelbar eine verbesserte Knorpelqualität und eine erhöhte muskuläre Gelenkstabilität sowie indirekt eine Reduktion des intestinalen Fettgewebes und damit eine geringere systemische Konzentration inflammatorischer Substanzen. Die bei Arthrose schmerzreduzierende Wirkung und die erhöhte Funktionalität durch Training sind beim Krafttraining am stärksten ausgeprägt.

Summary: Sports may enhance the probability of osteoarthritis due to 2 main effects: High intraarticular peak forces within a given articular angle (e.g. knee of long distance runners) and serious traumata of surrounding soft tissues (e.g. sports with opponents). In contrast, a specific training is effective both in prevention and rehabilitation of osteoarthritis, mainly caused by following effects: Increased cartilage quality due to physical loads, improved muscular stabilization, and reduced systemic low-grade inflammation. In particular, strength training reduces pain sensations and enhances functionality of arthritic joints.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2015 - J. Jerosch - L.V. von Engelhardt
Bildgebende Diagnostik der Arthrose im klinischen Alltag

Zusammenfassung: Im klinischen Alltag ist die röntgenologische und kernspintomografische Bildgebung ein wesentliches ärztliches Werkzeug. Methodische Stärke der konventionellen Radiologie ist die Darstellung des Knochens, sodass sich die für die Arthrose typischen sekundären Knochenveränderungen besonders gut beurteilen lassen. Neben den Möglichkeiten, den Schweregrad der Arthrose zu erheben, sind insbesondere Belastungsaufnahmen besonders geeignet, um einhergehende höhergradige Knorpelschäden mit einem Verlust der Gelenkspaltweite ausfindig zu machen. In der Literatur finden sich vergleichsweise wenige Arbeiten zur MRT-Diagnostik, die explizit auf die Arthrose bzw. degenerative Knorpelschäden gerichtet sind. Anhand der Literatur ist die MRT eine unterstützende Methode bei der Diagnostik degenerativer Knorpelschäden. Für eine dezidierte Beurteilung von Knorpelschäden und eine entsprechende Therapieplanung kann die MRT den Nutzen einer diagnostischen Arthroskopie derzeit nicht ersetzten.

Summary: In clinical practice radiological and magnetic re-sonance imaging is an essential medical tool. Methodological strength of conventional x-ray is the imaging of the bone. As a consequence, a reliable assessment of secondary bony change of osteoarthritis is possible. Besides a radiological assessment of the severity of osteoarthritis, weight-bearing radiographs are particularly suitable for detecting high-grade cartilage damage associated with a loss of joint space width. The literature contains only relatively few studies investigating the diagnostic value of MRI which are explicitly focused on the assessment of osteoarthritis or degenerative cartilage diseases. Regarding to the literature, MRI is a supportive method for the diagnostics of degenerative cartilage diseases. However, the value of a diagnostic arthroscopy for a definitive assessment of cartilage damages and for therapeutic planning currently cannot be replaced by MRI.

» kompletten Artikel lesen

Ausgabe: 05/2015 - I. Krauß - P. Janßen
Sport(therapie) und Arthrose

Zusammenfassung: Sporttherapie bei Arthrose an Hüft- und Kniegelenk ist evidenzbasiert, leitlinienkonform sowie nebenwirkungsarm und stellt damit eine grundlegende Therapieform dar, die nach Verordnung durch den behandelnden Arzt sowie professioneller Anleitung eigenverantwortlich vom Patienten durchgeführt werden kann. Bei der Beratung und Betreuung des Patienten können hierbei individuelle Möglichkeiten und Präferenzen berücksichtigt werden, da sowohl für die Wassertherapie, als auch für Kraft- und Ausdauertraining und Tai Chi positive Behandlungseffekte in Hinblick auf Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung nachgewiesen werden konnten. Einer hinreichenden Belastungsdosierung sowie langfristigen Trainingscompliance ist hierbei Rechnung zu tragen.

Summary: Exercise therapy for hip and knee osteoarthritis is evidence based and adverse events are rare. It is a patient-driven therapy option and therefore especially valuable in the treatment of chronic diseases. International guidelines therefore recommend this therapeutic option as a core-treatment for osteoarthritis. As aquatic exercises as well as land-based exercises such as resistence training, aerobic exercises and tai chi are effective, individual preferences and environmental factor such as access to exercise facilities and providers can be taken into account. For all interventions adequate exercise dosage and long-term adherence are pre-requisites for an efficient training regime.

» kompletten Artikel lesen